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10.09.2017, 14:29 Uhr
Hüfinger Frauen-Frühschoppen
 Regelmäßig besucht Thorsten Frei auf Einladung private Gesprächsrunden, um dort unabhängig von Parteipräferenzen im vertraulichen Rahmen offen politische Themen zu diskutieren. Am Donnerstagmorgen war Thorsten Frei zu Gast bei Inge Böhm Hüfingen, die 25 politisch interessierte Frauen zum Frühschoppen eingeladen hat.

 Zunächst bilanzierte Frei unter dem Blickwinkel von Familie und Soziales die vergangenen vier Jahre seiner Arbeit in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. So sind in Deutschland 44,2 Millionen Menschen in Arbeit. Diese Arbeitsverhältnisse seien weit überwiegend sozialversicherungspflichte Arbeitsverhältnisse, sicherte Frei zu. Das Ziel der CDU sei, in Deutschland bis 2025 eine Vollbeschäftigung zu schaffen und die Arbeitslosenquote auf dann 2,5% zu halbieren. Alleine im letzten Jahr konnten 600.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. „Aber nicht nur die Zahl der Arbeitsplätze steigt, sondern auch der Lohn“, so Frei. 2016 stiegen die Löhne um 2,4 %, wohingegen das Preisniveau nur um 1 % angestiegen sei. Dies sei auch ein Beweis dafür, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter auseinandergehe, referierte der CDU-Direktkandidat für die Bundestagswahl.

In der anschließenden Fragerunde stellte Frei mehrere Konzepte vor, durch die die Familien in Deutschland weiter gestärkt werden sollen. Erstens soll der steuerliche Freibetrag für Kinder auf das Niveau von Erwachsenen gehoben werden. Dieser liegt lediglich bei circa 7.200 Euro, bei Erwachsenen hingegen bei 9.000 Euro. Diese Ungleichheit soll abgeschafft werden. Zweitens sollen Familien beim Erwerb der eigenen Immobilie als beste Form der Altersvorsorge gefördert werden. Denkbar seien ein Baukindergeld – ähnlich der bereits in der Vergangenheit genutzten Eigenheimzulage, eben nur auf Kinder abzielend – sowie Freigrenzen bei der Grunderwerbsteuer. Und drittens soll der Solidaritätszuschlag ab 2020 stufenweise abgeschafft werden. Allein bis 2021 sind damit Entlastungen in Höhe von 4 Mrd. EUR verbunden.

Auch die Rente war ein Thema an diesem Morgen. „Den Rentnerinnen und Rentner geht es so gut wie noch nie zuvor in der Geschichte unserer Bundesrepublik“, stellt Thorsten Frei in diesem Zusammenhang fest. Denn sowohl 2016 als auch 2017 gab es Rekordanstiege bei den Rentenzahlungen. Ein durchschnittliches Rentnerehepaar bekommt heute 2.200 Euro, lediglich 2-3 % aller Rentner müssen Grundsicherung im Alter in Anspruch nehmen. Das seien 2-3 % zu viel, aber „bei einem Anteil der Sozialleistungsempfänger an der Gesamtbevölkerung von 9 % müsse der Fokus noch stärker bei Alleinerziehenden und dem Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit liegen, lautete das Fazit des Bundestagsabgeordneten.