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17.08.2017, 14:51 Uhr
Minister entspannt auf Sommertour
Justizminister Guido Wolf in Hüfingen - Einblicke in Kirchensanierung und Unternehmen
Artikel von Birgit Müller / Südkurier 16.08.2017
Entspannt sieht er aus bei seinem Halt in Hüfingen: Justizminister Guido Wolf ist auf Sommertour durch Baden-Württemberg und startet gleich in jenem Wahlkreis, in dem er 2006 zum Abgordneten in den Landtag gewählt worden ist. Locker liegt sein Jackett über der linken Schulter, zum dunklen Anzug trägt er Turnschuhe. Zurecht strahlt er Zufriedenheit aus: Die Zeiten sind gut für die CDU, allemal auf Bun­desebene. In fünf Wochen sind Bundes­tagswahlen, die Ergebnisse scheint jetzt schon jeder zu kennen: Angela Merkel wird Kanzlerin bleiben.
Besuch von Justizminister Guido Wolf, hier mit Harald Weh, Peter Müller, Hans-Peter Münzer, Markus Erhard und Walter Leichenauer
Hüfingen - Hausen vor Wald und Kernstadt -  „So eine Tour gehört für mich zum Sommer“, sagt Wolf vor der katholi-

Peter und Paul

Bei der Pfarrkirche in Hüfingen handelt es sich um ein Gotteshaus im goti­schen Baustil aus dem späteren Mit­telalter. Saniert werden müsse insbe­sondere das Dach der Kirche sowie das Gebälk. Ausgegangen wird von einem Investitionsvolumen von 850000Euro. Das Land hat die Sanierung nun mit 78450 Euro bezuschusst.

schen Pfarrkirche St. Peter und Paul in Hausen vor Wald. Anfang des Monats wurde bekannt, dass die Sanierung der Kirche mit 78450 Euro aus dem Denk­malförderprogramm bezuschusst wird. Gehofft hatte die Seelsorgeeinheit Baar auf 91000 Euro, trotzdem sei man dank­bar, denn die Sanierung könne nicht weiter aufgeschoben werden, sagt Ha­rald Weh, stellvertretender Stiftungs­ratsvorsitzender der Seelsorgeeinheit.

„Es besteht dringend Handlungsbe­darf.“ Das Dach, das Gebälk müssen erneuert, unter anderem Risse an der Außenwand geschlossen werden. „Lau­ter Arbeiten, die man von außen nicht sieht, obwohl die Sanierung so teuer ist“, sagt Weh. Mit Sanierungskosten in Höhe von 850 000 Euro rechnet die Seelsorgeeinheit. Also werde nun auch versucht das Pfarrhaus zu verkaufen. „Ich spüre, dass es im Land einen Sa­nierungsbedarf für Kirchen gibt“, sagt auch Wolf. Darum habe er sich für den Zuschuss starkgemacht. „Jetzt will ich mir auch ansehen, wo das Geld hin­kommt“, sagt er und lacht. Es sei sein Wunsch gewesen, auf seiner Tour gera­de bei der Pfarrkirche Halt zu machen. „Ansonsten nehme ich Tipps von den CDU-Freunden vor Ort an.“

Ein solcher Tipp war der Besuch des Lebensmittelunternehmens FB Food in Hüfingen. Produktionssitz des Unter­nehmens ist derzeit noch in Villingen­Schwenningen, doch noch in diesem Jahr soll die Produktion an den neuen

Standort im Gewann Kopfäcker ver­lagert werden, anvisiert ist derzeit der Oktober. Backmischungen und Cerea­lien für die Weiterverarbeitung in der Back- und Süßwarenindustrie ist der Schwerpunkt des Familienunterneh­mens. Beliefert werden Unternehmen in Deutschland und Europa, aber auch über die Grenzen hinaus, in Russland, Afrika, Sudan etwa. „Für uns ist Europa und die offenen Grenzen sehr wichtig“, sagt Geschäftsführer Gerhard Fesen­meyer. „Wir kämpfen auch dafür, dass es so bleibt“, sagt Guido Wolf. Inder hei­ßen Phase vor den Landtagswahlen im vergangenen Jahr hatte Wolf Schwie­rigkeiten, dem Kurs der Kanzlerin zum Thema Flüchtlingsfrage zu folgen. Ge­meinsam mit Julia Klöckner, damals Spitzenkandidatin und heute Vorsit­zende der CDU Rheinland-Pfalz forder­te er in einem offenen Brief „Herz und Härte“, damit etwa Erstaufnahmeein­richtungen in Grenznähe, Wartezonen. Den Sinn für ein gemeinsames Europa hat er dabei nicht verloren.
Autorin: Birgit Müller - Südkurier-